Sehr verrückte Menschen haben einen 5,0-Liter-V12 in einen Toyota GT86 gequetscht. Dann haben sie ihn vierfach aufgeladen

Als der GT86 auf den Markt kam, erzählten uns Toyotas Ingenieure, dass es absolut keine Chance gebe, dieses Auto aufzuladen. Niemals nicht. Nei-hein. Vergiss es. Warum? Nun, laut diesen sogenannten Toyota-Ingenieuren, sei es absolut unmöglich, dass ein Turbolader unter die Haube des 86 passen würde, einfach weil da vorne drin viel zu wenig Platz sei.

Hätten diese Ingenieure besser mal mit K.K. Performance gesprochen. Die haben nämlich nicht einen, sondern vier (VIER) Turbos in den kleinen Raum zwischen Armaturenbrett und Frontbumper versenkt. Oh stimmt, und acht weitere Zylinder. Jap, was ihr hier seht, ist ein V12-Quad-Turbo-Toyota-GT86. Ein Meisterwerk der Verpackungskunst. Und etwas, dass einen vermutlich in gehörige Schwierigkeiten bringen kann.

Gebaut hat das gute Stück K.K. Performance aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Diverse heruntergeklappte Kiefer wurden auf der diesjährigen „Custom Show-Emirates“-Tuningsause Zeuge des wanhwitzigen Ungetüms.

Dieser spezielle Zwölfender stammt aus dem einzigen Frontmotor-Heckantriebs-V12, den Japan derzeit produziert – dem Toyota Century. Motor wie Spenderauto sind eigentlich ziemlich retro. Sprich: im Prinzip steinalt, aber irgendwie über die Zeit gerettet, schweineteuer und auf komische Weise absolut glorreich. Diesen 5,0-Liter-1GZ-FE-V12 hat man jedoch mit der Dreingabe von vier Turbos ordentlich auf links gedreht. Dann hat man ihn rot angemalt und in eine Schicht Carbon gesteckt. Ihr wisst schon für eine weitere schockierende Portion WTF.

Unglücklicherweise haben wir keine Leistungsdaten. Aber dank des angehängten Videos wissen wir, dass er tatsächlich läuft.

Das hier ist übrigens nicht der erste völlig absurde Motorumbau für Toyotas amüsanten und gar nicht mal so schnellen Hecktriebler. Vor ein paar Monaten zeigten wirt euch zum Beispiel den GT4586, den Huddy Motorsports für Pro-Drifter Ryan Tuerck aufgebaut hat.

Falls ihr euch nicht mehr erinnern könnt: Sie nahmen einen 570 PS starken V8-Sauger aus der Mitte eines Ferrari 458 und rammten ihn in die Front eines Toyota GT86. All das verursachte ziemlich viel Kopfzerbrechen und erforderte einiges an konstruktionellem Geschick. Man kann also nur raten, wieviel Arbeit es war, einen massiven Zwölfzylinder und vier (nochmal: VIER) Turbolader unter die Haube dieses völlig verrückten Frankenstein-86 zu bekommen.

Total grandios oder einfach zu viel des Guten?

Autor: TopGear/Stefan Wagner  

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