Wir sind Fans von Soul-Musik

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Auch wir TopGear-Redakteure machen mal Urlaub. Genauer gesagt, drei Wochen Kalifornien. Aber keine Angst, ich werde euch jetzt nicht mit zwei Stunden Dia-Show  langweilen. Der springende Punkt ist, dass in Amiland wahnsinnig viele Kia Soul herum­fahren. Beim Zahlenstudium fiel mir fast die Kinnlade herunter: Über 145.000 Soul wurden 2014 in den USA verkauft. Damit ist das Modell dort der zweitmeistverkaufte Kia. Und bei uns? Spärliche 2 142 Neuzulassungen im vergangenen Jahr.

Warum die Amis so auf den Kia Soul abfahren, erschließt sich uns auch nach einigen Wochen Dauertest nicht so recht. Na gut, der Soul ragt aus der grauen Masse heraus, zumal, wenn er wie unser Modell im Farbton „Toffeebraun Metallic“ lackiert ist. Damit sieht er endgültig aus wie eine Vollmilch-Praline. Allerdings würde es „bunte Mischung“ besser treffen, denn es bleibt etwas unklar, was der Soul nun eigentlich sein soll. Ein SUV? Allrad gibt es nicht, aber ein sogenanntes „SUV-Urban-Stylingkit“, mit dem der Wagen fette 1,83 Meter breit wird. Also mehr ein Van? Dafür ist das Kofferraumvolumen (354 Liter im Normalzustand) zu mittelmäßig. Endgültig zwischen den Stühlen sitzt der Soul bei der Länge: 4,14 Meter sind zu viel für einen Kleinwagen, aber zu wenig für die Kompaktklasse. (Jaja, früher war ein VW Golf kürzer, undsoweiterundsofort. Aber früher gab es auch nur drei Fernsehprogramme und die Mauer.)

Was hat unser Karamel-Soul zu bieten? Zunächst einen Diesel mit 128 PS unter der Haube, schließlich ist die Kastenform des Koreaners nicht wirklich aerodynamisch. Hinzu kommt, dass alle Kia-Benzinmotoren ohne Turbo (aktuell noch rund 90 Prozent) nicht wirklich die Wurst vom Brot ziehen. In Sachen Ausstattung setzen wir auf die Topversion namens Spirit, bei der sich Kia nicht lumpen lässt. 18-Zoll-Alus, Klimaautomatik, Lenkrad- und Sitzheizung, eine Rückfahrkamera und ein Spurhalteassistent sind inklusive. Hinzu kommen noch das VIP-Paket mit Panoramadach und das Sound&Navi-Paket. Klingt kryptisch, beinhaltet aber ein Touchscreen-Navi, belüftete (!) Teilledersitze und sogar eine Sitzheizung hinten.

Viel Komfort also, der aber auch mächtig ins Kontor schlägt: 28.700 Euro sind trotz All-Inclusive-Gefühl eine echte Ansage. In den USA ist der Kia übrigens gar nicht mal so viel preiswerter. Ob unser Soul die Seele erwärmt? Wir werden es auf deutschen Highways herausfinden.  
 
Daten:
1 582 ccm, 4-Zyl.-Turbodiesel, FF, 128 PS, 5,0 l/100 km, 132g/km CO2, 0–100 km/h in 11,2 s, 180 km/h, 1 538 kg, 24.990 € / 28.700 €

Gutes:
- Steile A-Säulen sorgen für eine gute Sicht nach draußen. Leider ist die Frontscheibe recht schmal
- Die hohe Sitzposition gefällt nicht nur den Älteren. Hinzu kommt, dass die Vordersitze bequem sind

Schlechtes:
- Leise ist anders: Der Diesel unter der Haube hält sich akustisch nicht zurück
- Ein Teil der Gepäckraumabdeckung muss per Hand hochgeklappt werden. Vergisst man das Zurückklappen, ist die Sicht nach hinten weg

 

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