Mehr Menschen sollten ihn kaufen

 

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I‘m a soul man. Got what I got, the hard way and I‘ll make better, each and every day. Irgendwann würde sich dieser Songklassiker lohnen, das war mir schon klar. Jetzt ist die Gelegenheit gekommen: Was passt schließlich besser zu unserem Kia als „Soul Man“ von Sam & Dave aus dem Jahr 1968? (Wenn ihr es nicht kennen solltet: Die Blues Brothers machten das Lied später berühmt.) Natürlich konnten die beiden Jungs nicht ahnen, dass man Jahrzehnte später im fernen Korea auf die Idee kam, ein lustig aussehendes Auto auf den Namen Soul zu taufen. Aber einige ihrer Zeilen klingen in Verbindung mit unserem rollenden Karamellbonbon hier ganz treffend.

Zum Beispiel: „Coming to you, on a dusty road“. Tatsächlich kann man sich mit dem Kia Soul auch auf staubige Waldwege begeben. Obwohl die Optik passen würde, gibt es ihn nicht mit Allrad. Aber er bietet eine akzeptable Bodenfreiheit und das sogenannte „SUV-Urban-Stylingkit“. Es enthält einen Frontspoiler, einen Heckdiffusor, Seitenschweller, Radlaufverbreiterungen und etwas Chrom. Bei 95 Prozent aller Autos würde dieses Paket total affig aussehen. Aber dem Kia Soul steht es. Denn wenn schon Modeopfer, dann richtig.

Noch eine Liedzeile gefällig? (Seid froh, dass dieser Ausgabe keine CD mit meinem Gesang beiliegt ...) Bitte sehr: „When I start loving I just can‘t stop“. Gut, im Fall des Kia ist Liebe vielleicht zu hoch gegriffen. Aber nicht nur ich bin traurig, seitdem er weg ist. Anfangs skeptisch beäugt, hat sich der Soul bei vielen Kollegen Sympathien erworben. Von der prima Übersicht und der bequemen Sitzposition erzählte ich euch bereits. Aber abgesehen von kleinen modischen Gimmicks ist der Soul innen viel sachlicher als erwartet. Du musst nicht groß überlegen, wo du draufdrücken musst, um etwa den Radiosender einzustellen. Aber auch außen hat Kia mitgedacht: So große und hoch liegende Rückleuchten (mit LED-Technik!) sind heutzutage beinahe eine Ausnahme und sorgen für zusätzliche Sicherheit.

Besonders gerne habe ich den fast runden Schaltknauf gegriffen. Obwohl es kaum nötig war, denn der Diesel kann schaltfaul gefahren werden. Leider ist der Motor kein Musterbeispiel an Laufruhe und Sparsamkeit. Zwischen unserem Durchschnittsverbrauch von 6,7 Liter und der Werksangabe von 5,0 Liter besteht eine ziemliche Differenz. Ob es am Schrankwand-Design des Soul liegt? Alternativ gibt es jetzt auch einen Elektro-Soul. Also Auto, nicht Musik. Aber die ändern wir, wenn Kia uns einen gibt.   

Daten:
1582 ccm, 4-Zyl.-Turbodiesel, FF, 128 PS, 5,0 l/100 km, 132g/km CO2, 0–100 km/h in 11,2 s, 180 km/h, 1 538 kg, 24.990 € / 28.700 €

Gutes:
- Auch im Fond gibt es mehr als genug Platz für die Mitfahrer. Am Kopf kneift nichts
- Passt zum Modellnamen: Der Klang des optionalen Soundsystems von Infinity überzeugt

Schlechtes:
- Es gibt drei Einstellungen für die Servolenkung. Optimal ist keine von ihnen
- 354 Liter. Im Normalzustand ist der Kofferraum eher überschaubar. Immerhin eine niedrige Ladekante

 

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