Ein bedauerlicher Abschied für uns

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Es war ein wirklich bedauerlicher Abschied und für uns ein wenig traurig. So, als ob der kräftigste Helfer nach Hause gerufen wird, bevor der Umzugs-LKW restlos ausgeladen ist. Aber der Honda CR-V musste zurück, seine Testzeit war zu Ende. Wir hätten doch noch so viel zu transportieren gehabt!

Dafür eignet sich der Große nämlich hervorragend, auch wenn das nicht ganz so viele Leute wissen. Das SUV ist zwar das beliebteste Modell der Marke in Deutschland (jeder dritte verkaufte Honda ist ein CR-V), aber bei den Verkaufszahlen in seinem Segment spielt er gerade noch in den Top Twenty mit. Schade für ihn.

Vielleicht hat sich noch nicht herumgesprochen, dass sein Kofferraum respektable 120 Liter mehr Gepäck schluckt als der vom Klassen-König VW Tiguan. Oder dass sich die zweite Reihe wirklich in Sekundenschnelle umbauen lässt, wenn man eine große und ebene Ladefläche braucht. Einfach nur links und rechts im Gepäckabteil jeweils an einem Hebel ziehen und schon klappen wie von Zauberhand die Sitzfläche nach vorn, die Lehne nach unten und selbst die Kopfstützen knicken ab. Genial. Wer einen Grund zum Meckern sucht, wird ihn zumin­dest bei den praktischen Eigenschaften nicht finden. Noch nicht mal die Ladekante ist zu hoch und Ablagen sind in Hülle und Fülle da.

Der 120 PS starke 1,6-Liter-Diesel ist ein gewissenhafter Arbeiter. Er bringt seine Leistung vom Start weg beim Hochdrehen gleichmäßig auf die Vorderachse. Und er ist nicht zu laut und in unserem Test mit 6,8 Liter Sprit im Schnitt auch kein übermäßiger Trinker. Alles in allem erinnert er uns aber an den Jungen mit der Brille, den es in jedem amerikanischen Teenager-Film gibt. Ein klasse Kumpel, aber total unsportlich. Wir finden die kleine Maschine trotzdem gut, die Leistung reicht für die meisten Fahrten locker aus. Nur bei vollbeladenem Gefährt wird der Vierzylinder an langen Steigungen kurzatmig. Eine super Sache ist dafür die knackige Handschaltung. Da greift man gern zum Hebel, um die sechs Vorwärts­gänge auf kurzen Wegen zu sortieren.

Kein Lob (und da ist sich die Redaktion einig) gibt‘s für die indirekte Lenkung, die wenig Feedback von der Straße vermittelt. Das hatten sie bei Honda aber schon gewusst: Beim überarbeiteten CR-V, der kürzlich vorgestellt wurde, ist dieser Kritikpunkt behoben. Was sich noch alles geändert hat und wie sich der aufgefrischte CR-V fährt, lest ihr in unserem Testbericht in der nächsten TopGear-Ausgabe.

Daten:
1  597 ccm, 4-Zyl.-Turbodiesel, FF, 120 PS, 4,7 l/100 km, 124g/km CO2, 0–100 km/h in 11,2 s, 182 km/h, 1 611 kg, 31.745 € / 37.155 €

Gutes:
- Es gibt nur wenige Autos, bei denen man die Rücksitze so schnell flachlegen kann
- Endlich mal ein SUV mit genügend Ablagen und Staufächern für Kleinkram und Getränkeflaschen

Schlechtes:
- Die Menüs im Bordcomputer und die Bedientasten am Lenkrad geben mitunter Rätsel auf
- Die Federung ist komfortabel ausgelegt, nur Kanaldeckel werden ziemlich schlecht weggebügelt

 

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