Jaguar stellt das zweite SUV vor. Mit einem Weltrekord. Aber ist auch der neue E-Pace rekordverdächtig?

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Nachdem der neue E-Pace am Abend des 13. Juli ziemlich spektakulär mit einem 15,3 Meter langen Sprung und gleichzeitiger 270-Grad-Fassrolle die Weltbühne betrat, hat Jaguar jetzt nicht nur ein zweites SUV im Programm, wir stellen uns (und ihr euch wahrscheinlich auch) die Frage: Ist das Kompaktmodell selbst genauso spektakulär wie sein erster Auftritt? Deshalb blicken wir nun auf die Details des neuen E-Pace ...

Optisch gibt es keine großen Überraschungen. Der E-Pace spricht die Jaguar-Designsprache, er sieht aus wie ein geschrumpfter F-Pace. Positiv fällt vor allem die schnittige und flach nach hinten abfallende Dachlinie auf. Deshalb gleich zu den Abmessungen: Der E-Pace ist 4,40 Meter lang, 1,98 Meter breit, 1,65 Meter hoch und der Radstand misst 2,68 Meter. Damit ist der Jaguar bei gleichem Radstand und nahezu gleicher Höhe rund neun Zentimeter kürzer und etwas mehr als zehn Zentimeter breiter als der Klassenprimus … der VW Tiguan. Der E-Pace-Innenraum nimmt es mit bis zu fünf Personen auf, das Gepäckabteil schluckt zwischen 577 und 1.234 Liter.

Serienmäßig mit an Bord ist ein 10-Zoll-Touchscreen. Dazu kommt jede Menge digitale Konnektivität: Es gibt vier 12-Volt-Ladeanschlüsse, fünf USB-Schnittstellen sowie einen WiFi-Hotspot für acht externe Geräte. Über die InControl Services und Apps könnt ihr euch mit Apple- und Android-Smartphones unabhängig vom jeweiligen Standort mit dem E-Pace verbinden lassen und aus der Ferne Fahrzeugfunktionen steuern oder abfragen. Auf Wunsch verbaut Jaguar außerdem ein neues Head-up-Display sowie einen 12,3-Zoll-TFT-Bildschirm hinter dem Lenkrad. Bereits aus dem F-Pace bekannt ist hingegen das Schlüsselersatz-Armband namens Activity Key.

Ein Satz zu den Sicherheits- und Fahrassistenzsystemen? Auch hier ist der E-Pace gut aufgestellt und so sind die wichtigsten elektronischen Helferlein (serienmäßig oder gegen Aufpreis) mit an Bord. Eine Stereo-Kamera füttert den autonomen Notbremsassistenten samt Fußgängererkennung mit Informationen. Ebenfalls darüber gesteuert werden der Spurhalteassistent, die Verkehrszeichenerkennung, die adaptive Geschwindigkeitsregelung und ein Müdigkeitswarner. Darüber hinaus verfügt der E-Pace über Einparkhilfen vorn und hinten, eine serienmäßige Rückfahrkamera, einen Tote-Winkel-Assistenten und zahlreiche Systeme für den aktiven Fußgängerschutz.

Unter der Haube spendiert Jaguar ausschließlich 2,0-Liter-Vierzylinder-Motoren. Diesel gibt es mit 150, 180 und 240 PS, die Benziner leisten 250 oder 300 PS. Bei den Getrieben habt ihr die Wahl zwischen einer manuellen Sechsgang-Schaltung oder einer Neungang-Automatik (Serie bei dem großen Diesel und den beiden Benzinern). Allradantrieb ist immer an Bord. Die Option auf Frontantrieb gibts lediglich beim 150-PS-Einstiegsdiesel. Auf Wunsch außerdem erhältlich: ein adaptives Fahrwerk.

Der E-Pace wird als erster Jaguar außerhalb Großbritanniens bei Magna Steyr in Österreich und bei Chery Jaguar Land Rover in China produziert. Die Markteinführung in Deutschland ist für Anfang 2018 geplant. Der Basispreis liegt bei 34.950 Euro (dann mit wenig Ausstattung, 150-PS-Diesel, Schaltgetriebe und Frontantrieb). Für die Hütte-voll-Variante namens „First Edition“ mit 180-PS-Diesel, Automatik und Allradantrieb sind hingegen mindestens 62.675 Euro fällig.

Autor: Manuel Lehbrink

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