Gleiche Optik, viel neue Technik. Welche Geheimnisse verbirgt das Flaggschiff hinter der monströsen Grillfläche?

  • 180x100 Towidth 85 Aud A8 17 News Live 1
  • 180x100 Towidth 85 Aud A8 17 News Live 2
  • 180x100 Towidth 85 Aud A8 17 News Live 3
  • 180x100 Towidth 85 Aud A8 17 News Live 4
  • 180x100 Towidth 85 Aud A8 17 News Live 5

Es ist soweit: Audi zeigt seine Luxus-Salami in voller Pracht. Über Wochen hatte die Marke mit teils sehr dünnen Info-Scheiben den neuen A8 angekündigt. Jetzt gibt es endlich die offiziellen Bilder und alle Details des künftigen Audi-Flaggschiffs ...

Er wirkt elegant, aber auch nicht sonderlich innovativ. Anders formuliert: Die wahren Revolutionen spielen sich unter dem Blech ab.

Die Normalversion ist jetzt 5,17 Meter lang, die gestreckte Version bringt es nun auf 5,30 Meter. In der Höhe wächst der A8 auf 1,47 Meter (1,49 Meter beim A8 L). Der Radstand legt nur minimal zu: 3,00 Meter respektive 3,13 Meter sind hier die Werte.

Besonders in der L-Version des neuen Audi A8 soll es sich fürstlich logieren lassen. Hier gibt es optional einen Ruhesitz im Fond, dessen Passagier sich seine Fußsohlen am Rücken der Beifahrerlehne in mehreren Stufen wärmen und massieren lassen kann. Zudem gibt es im Fond eine Smartphone-ähnliche Bedieneinheit, um damit alle wichtigen Komfortfunktionen zu steuern.

Die bekannten Dreh-/Drücksteller haben ausgedient, das Armaturenbrett bleibt weitestgehend frei von Tasten und Schaltern. Auf einem großen 10,1-Zoll-Display in der Mitte steuert der Fahrer das Infotainment per Fingerdruck. Auf dem Mitteltunnel befindet sich ein zweites Touchdisplay zur Steuerung der Klimatisierung und diverser Komfortfunktionen. Wird eine Funktion ausgelöst, gibt es einen Klick zur Bestätigung. Wer lieber per Sprache seine Kommandos erteilt: Audi betont die „natürliche Sprachbedienung“.

Laut Audi wurde der A8 als erstes Serienauto der Welt speziell für hochautomatisiertes Fahren des Level 3 entwickelt. So übernimmt der „AI Staupilot“ per Tastendruck auf Autobahnen und Bundesstraßen mit baulicher Trennung bis 60 km/h die Fahraufgabe. Der Fahrer kann sich je nach geltenden Landesvorschriften zum Beispiel dem Bordfernsehen widmen. Eine kleine Kamera im Cockpit erkennt, ob der Fahrer müde wird oder einschläft. Der Wagen kümmert sich um Anfahren, Beschleunigen, Lenken und Bremsen. Dafür nutzt Audi als erster Autohersteller einen Laserscanner. Unter dem Label „AI“ gibt es überdies die Möglichkeit, dass der A8 unter Überwachung des Fahrers, der eine App nutzt, selbsttätig in eine Parklücke oder Garage steuert. Dabei muss der Fahrer nicht im Auto sitzen. Nach Beendigung des Manövers legt das System die P-Stufe der stets serienmäßigen Achtgang-Automatik ein und macht den Wagen aus.

Selbst beim Fahrwerk gibt es neben der Dynamik-Allradlenkung und dem Sportdifferenzial auch eine AI-Option. Beim AI-Aktivfahrwerk handelt es sich um ein System, bei dem jedes Rad separat über elektrische Aktoren nach oben gezogen oder nach unten gedrückt wird. So soll das Fahrverhalten eine breite Spreizung bieten. Die Energie dafür stammt aus einem 48-Volt-Bordnetz, das bei allen A8 serienmäßig ist. Inklusive ist auch stets ein Allradantrieb.

  • 180x100 Towidth 85 Aud A8 17 News 1
  • 180x100 Towidth 85 Aud A8 17 News 2
  • 180x100 Towidth 85 Aud A8 17 News 3
  • 180x100 Towidth 85 Aud A8 17 News 4
  • 180x100 Towidth 85 Aud A8 17 News 5
  • 180x100 Towidth 85 Aud A8 17 News 6
  • 180x100 Towidth 85 Aud A8 17 News 7
  • 180x100 Towidth 85 Aud A8 17 News 8
  • 180x100 Towidth 85 Aud A8 17 News 9

Zum Europastart im Spätherbst 2017 gibt es zunächst zwei Sechszylinder. Der 3.0 TDI bietet 340 PS und 600 Newtonmeter maximales Drehmoment, der 3.0 TFSI punktet mit 500 Newtonmetern und 286 PS. 2018 folgen Achtzylinder mit jeweils vier Liter Hubraum und doppelter Aufladung. Der Diesel kommt auf 435 PS, während Audi beim 460 PS starken Benziner auf Zylinderabschaltung setzt. Bei verhaltener Fahrweise wird der 4.0 TFSI zum Vierzylinder. Nur in der Langversion wird es ebenfalls ab 2018 den W12 mit 585 PS und 800 Newtonmeter Drehmoment geben. Allen Aggregaten gemeinsam ist Mild-Hybrid-Technik.

Erstmals wird es im Audi A8 aber auch einen Plug-in-Hybrid geben. Der A8 L e-tron quattro soll Mitte 2018 auf den Markt kommen. Hier kombiniert Audi einen Dreiliter-Benziner mit einer E-Maschine zu 449 PS und 700 Newtonmeter Drehmoment. In 4,9 Sekunden geht es auf Tempo 100, bei 250 km/h wird abgeriegelt. Die Lithium-Ionen-Batterie im Kofferraumboden speichert 14,1 Kilowattstunden. Rein elektrisch soll der a8 L e-tron quattro rund 50 Kilometer zurücklegen können, möglich ist das Fahren mit Strom bis 135 km/h.

Bei 90.600 Euro geht es los, die Langversion ist 3.500 Euro teurer. Also: Den hier, S-Klasse, 7er oder vielleicht doch ein Tesla Model S?

Autor: Roland Hildebrandt

Aktuelle Nachrichten

Bildergalerien

Tests und First Drives

Nachrichten im Video

Die neuesten Ausgaben von TopGear in unserem Shop

Zum Seitenanfang