Als Project 8 eskaliert der XE komplett. Er soll BMW M3 und Co zeigen, wo der Hammer hängt. Mit irre viel Leistung. Und einem horrenden Preis


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Viel mehr geht wirklich nicht. Sagt Hallo zum neuesten Clou von Jaguars Special Vehicle Operations (SVO), einem XE mit 600 PS, gigantischem Heckflügel und 170.000-Euro-Preisschild.

Der ganze Irrsinn nennt sich Jaguar XE SV Project 8. Er folgt auf den offenen, streng limitierten 575-PS-F-Type namens Project 7, ist aber nochmals deutlich spezialisierter. Und er weicht nochmals deutlich stärker von der Serie ab. Laut Jaguar ist er das Rennstrecken-fokussierteste und stärkste Straßenauto der Firmengeschichte. Und ja, das beinhaltet auch den XJ220.

Um all diese Superlative zu bewerkstelligen, stopft SVO einen 5,0-Liter-Kompressor-V8 in den XE-Bug. Ihr kennt die Maschine bereits von diversen schnellen Jags, allerdings nicht mit den hier anliegenden 600 PS und 700 Newtonmetern. Die nächstpotentesten Mittelklasse-Limousinen leisten 510 PS (Mercedes-AMG C 63 S und Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio), der BMW M4 GTS bringt es auf 500 Pferde. Allerdings müssen die 600 PS im XE Project 8 auch ziemlich beleibte 1.745 Kilo schleppen. Trotz diverser Carbonteile ist er damit fast 100 Kilo schwerer als das bisherige Topmodell XE S mit 380 PS. Die 0-100 km/h zerschmettert er dennoch in 3,7 Sekunden, schneller als alle Mitbewerber. Höchstgeschwindigkeit: 320 km/h. Sheesh!

Die Top-Themen beim Jaguar XE SV Project 8 sind Rundenzeiten und Höchstgeschwindigkeit. Das passt aerodynamisch nicht so wirklich gut zusammen, aber laut SVO folgt die Form kompromisslos der Funktion. Schön, wenn die Funktion dafür sorgt, dass etwas so fürchterlich Wildes entsteht. Die Radhäuser explodieren förmlich in die Breite, allerdings müssen sie auch eine um 110 Millimeter breitere Hinterachse aufnehmen. Hinten hat man die Kotflügel zudem etwa ab der Hälfte aufgeschnitten. Sieht natürlich rebellisch aus und gibt den Blick frei auf die Michelin-Pilot-Sport-Cup-2-Semislicks.

Um die Cupreifen samt der neuen geschmiedeten 20-Zöller unterzubringen, musste Jaguar die vorderen Scheinwerfer um 14 Millimeter nach vorne verlegen. Man hat schon weniger Einsatz erlebt, um ein schnelles Sondermodell auf die Räder zu stellen. Die einzigen Teile, die mit einem gewöhnlichen 180-Diesel-PS-XE übereinstimmen, sind das Dach und die vorderen Türen.

 
 
Unter all dem geweiteten Blech stecken ein Allradantrieb und eine Achtgang-Automatik. Trotz dem Hardcore-Ansatz des Project 8 standen Heckantrieb und ein manuelles Getriebe nie zur Debatte. Das wäre einfach nicht schnell genug. Der Allrad ist eine optimierte Variante des F-Type-SVR-Antriebs, die Automatik soll die schnellste sein, die es je in einem Jag gab. Ein elektronisches Sperrdifferenzial an der Hinterachse mit eigenem Kühlsystem ist ebenfalls gesetzt. Fahrwerk (mit härteren Federn und Dämpfern) und Aerodynamik sind manuell verstellbar. Zudem kommen an der Achsaufhängung gefräste Uniball-Gelenke zum Einsatz.

Laut SVO-Direktor Mark Stanton wird der Project 8 „spürbar mehr hardcore“ sein als ein F-Type SVR. „Mein F-Type SVR ist ein gut nutzbares Alltagsauto. Wenn das hier als Alltagsauto endet, haben wir was falsch gemacht.“ Dafür ist der XE SV Project 8 im Interieur erstaunlich kommod. Serienmäßig gibt es das volle Programm an Gestühl, wer sich allerdings für das optionale Track Pack entscheidet, erntet den Entfall der Rückbank, zwei Sabelt-Schalensitze und eine Tieferlegung um 15 Millimeter. Außerdem wird das Auto dadurch 12,2 Kilo leichter. Trotz eines Käfigs und eines Feuerlöschers.

Weitere Highlights sind serienmäßige Carbon-Keramikbremsen mit 400-Millimeter-Scheiben vorne und 396-Millimeter-Scheiben hinten. Außerdem verspricht man uns, dass dieses Auto „klingt wie kein anderer Jaguar“. Im Video über euch seht Ihr, dass das nicht ganz stimmt. Das typische SVR-Gegrunze ist unüberhörbar. Dazu gibt es allerdings das fieseste Kompressor-Jaulen aller Zeiten. Selbst eine Hellcat weint weniger. Großartig.

Insgesamt wird Jaguar lediglich 300 XE SV Project 8 bauen. Alle entstehen in Handarbeit und kommen – aufgrund besserer Sitzposition und Gewichtsverteilung – ausschließlich als Linkslenker. Preise für den deutschen Markt nennen die Briten noch nicht. In England kostet das Auto 150.000 Pfund. Das entspricht etwa 170.000 Euro.

Autor: TopGear/Stefan Wagner

 
 

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