BMW vermeidet das böse F-Wort. Aber mehr Fließheck geht eigentlich nicht ...

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Seit 2009, als BMW den 5er Gran Turismo einführte, haben nicht wenige Fans der Marke darüber gerätselt, welchen Zweck dieses Auto eigentlich erfüllen soll. Die Antwort liegt in den globalen Märkten: Amis als auch Chinesen mögen Kombis nicht wirklich, also soll der 5er GT dort das Raumwunder spielen. Und wenn ein paar 7er-Kunden mit Platzbedarf gewechselt sind - auch in Ordnung. Offenbar war der 5er GT erfolgreich genug, um einen Nachfolger zu bekommen. Der wird nun eine Schublade höher einsortiert und heißt daher 6er Gran Turismo, kurz 6er GT. Doch BMW verändert viel mehr als nur den Namen. Am deutlichsten sind die Modifikationen der Karosserie, aber auch die Motorenpalette wird umgekrempelt und das Technikangebot modernisiert.

Die Front wirkt gegenüber dem kürzlich ausgelaufenen 5er GT deutlich sportlicher. Der breite Grill reicht bis an die serienmäßigen LED-Scheinwerfer heran. Seitlich weicht die etwas pummelige Optik des Vorgängers einer eleganten Coupé-Optik. Am Radstand liegt das nicht, denn der bleibt mit 3.070 Millimeter konstant, doch die Länge nimmt um knapp neun Zentimeter auf 7er-Niveau, nämlich 5,09 Meter zu. Hinzu kommt, dass sich die Höhe um zwei Zentimeter verringert. Auch die Heckkante liegt nun etwa sechs Zentimeter tiefer.

Der 5er GT hatte einen speziellen Kofferraumzugang: Wenn man nicht die große Klappe aufmachen wollte, konnte man ein kleineres Element unterhalb des Heckfensters öffnen. (Einige werden das Prinzip auch noch vom alten Skoda Superb kennen.) Der 6er GT dagegen hat nun eine einteilige Heckklappe. Sie wird serienmäßig elektrisch geöffnet und geschlossen. Mit 610 Litern fällt der Kofferraum 110 Liter größer aus, die Ladekante wurde um mehr als fünf Zentimeter abgesenkt und liegt nun gleicher Höhe mit dem Gepäckraumboden. Die Fondlehne lässt sich elektrisch vom Kofferraum aus umklappen. Damit wächst der Stauraum auf 1.800 Liter – 100 Liter mehr als bisher.

Das Fahrwerk besitzt wie gehabt serienmäßig eine Luftfederung an der Hinterachse mit Niveauregulierung. Neu ist die optionale Zweiachs-Luftfederung. Sie wird mit adaptiven Dämpfern kombiniert und erlaubt auch eine manuelle Höheneinstellung (zwei Zentimeter höher oder einen tiefer). Die Option „Executive Drive“ umfasst darüber hinaus noch eine aktive Wankstabilisierung. 

 

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Zunächst stehen zwei Benziner und ein Diesel zur Auswahl, die sämtlich mit einer Achtgang-Automatik ausgeliefert werden. Gab es bei den Benzinern bisher nur Sechs- und Achtzylinder (535i und 550i), so beginnt die Palette nun mit einem Zweiliter-Vierzylinder: Mit 258 PS ist der 630i schwächer als der 306 PS starke 535i, dafür ist der Normverbrauch mit 6,2 statt 8,2 Liter deutlich niedriger. Ähnlich beim Nachfolger des 450 PS starken 550i mit V8: Der Dreiliter-Sechszylinder des 640i bringt „nur“ 340 PS, süffelt aber statt 9,2 nur 7,0 Liter. Bei den Dieseln fehlen zum Start noch der bislang angebotene Vierzylinder und ein Nachfolger für den 313 PS starken 35d. Deshalb könnt ihr erstmal ausschließlich den 630d bestellen – mit 265 statt bisher 258 PS. Wichtig für Freunde maximaler Traktion: 640i und 630d werden auch als Allradler angeboten.

Serienmäßig hat der 6er GT ein kamerabasiertes Antikollisionssystem mit Fußgängererkennung. Gegen Aufpreis ist ein Abstandstempomat (zwischen null und 210 km/h nutzbar) mit Stop&Go-Funktion erhältlich. Zusammen mit dem Spurführungsassistenten fährt der Wagen teilautonom. Weitere Sicherheitssysteme sind eine Seitenkollisionswarnung, eine Vorfahrts- und eine Falschfahrwarnung. Auch das ferngesteuerte Parken, die "On-Street Parking Information" (hilft bei der Parkplatzsuche) und "Remote 3D View" (zeigt Live-Bilder des Fahrzeugs in der aktuellen Umgebung auf dem Smartphone) werden angeboten.

Persönlich könnt Ihr euch vom 6er GT im September 2017 auf der IAA in Frankfurt überzeugen. Die Markteinführung beginnt im November des gleichen Jahres. Die Preise beginnen bei 62.300 Euro (630i), der 630d kostet 66.900 Euro. Zum Vergleich: Der alte 530d kostete 60.800 Euro.

Autor: Stefan Leichsenring

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