Es passiert wirklich: Peugeot-Citroen kauft Opel von GM und wird so zur Nummer zwei in Europa

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Peugeot-Citroen hat sich mit GM über den Kauf von Opel und Vauxhall für 2,2 Milliarden Euro geeinigt.

In einem heute veröffentlichten Statement sagt die PSA-Gruppe, dass die Übernahme der beiden Marken, die im letzten Jahr einen Umsatz von 17,7 Milliarden Euro gemacht haben, PSA zum zweitgrößten Autohersteller Europas machen würde. Der Marktanteil läge nun bei 17 Prozent. Der Deal soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein.

PSA-Chef Carlos Tavares sagte, sein Unternehmen wisse, dass „Opel/Vauxhall der richtige Partner ist. Wir sind zuversichtlich, dass der Turnaround von Opel/Vauxhall mit unserer Unterstützung deutlich beschleunigt wird. Gleichzeitig respektieren wir die Verpflichtungen, die GM gegenüber den Mitarbeitern von Opel/Vauxhall eingegangen ist.“

Die Übernahme wird Synergien (sprich: Einsparungen) bei Einkauf, Produktion und Entwicklung ermöglichen. PSA geht davon aus, dass man bis 2026 etwa 1,7 Milliarden Euro einsparen werde, ein wesentlicher Teil davon bis 2020. Zudem erwartet man, dass Opel/Vauxhall bis 2020 eine Marge von zwei Prozent erreichen werde. Bis 2026 sollen es sechs Prozent sein. Die beiden Marken sollen darüber hinaus bis 2020 einen positiven operativen freien Cashflow generieren.

PSA und GM wollen künftig bei der Entwicklung elektrischer Technologien zusammenarbeiten. Vorhandene Liefervereinbarungen für Holden und bestimmte Buick-Modelle sollen fortgeführt werden. Womöglich wird PSA langfristig auch Brennstoffzellensysteme von einem GM/Honda-Joint-Venture beziehen.

Das Schicksal gemeinsamer Modelle wurde ebenfalls geklärt. Hier geht es in erster Linie um den neuen Ampera-e, der bekanntlich baugleich mit dem Chevrolet Bolt ist. Opel darf das E-Auto ab Sommer 2017 verkaufen, muss aber Lizenzgebühren bezahlen.

GM-Chefin Mary Barra meint: „Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam – GM, unsere geschätzten Kollegen bei Opel/Vauxhall und PSA – die Möglichkeit geschaffen haben, die langfristige Leistung unserer jeweiligen Unternehmen zu stärken, indem wir auf dem Erfolg unserer vorherigen Allianz aufbauen. Für GM bedeutet dies einen weiteren wichtigen Schritt in unserer laufenden Arbeit, die unsere verbesserte Leistung vorantreibt, und unsere Dynamik verstärkt.“

Und sie ergänzt: „Wir sind überzeugt, dass dieses neue Kapitel Opel und Vauxhall langfristig in eine noch stärkere Position bringen wird. Wir freuen uns darauf, über unsere wirtschaftlichen Interessen und kontinuierliche Zusammenarbeit an laufenden und spannenden neuen Projekten am zukünftigen Erfolg und am starken Wertschöpfungspotenzial von PSA teilzuhaben.“

Bleibt nur noch eine simple Frage: Was denkt ihr über den Opel-Deal?

Autor: Stefan Wagner

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